germanblogs » kino blog » Die Frau des Zeitreisenden: Komplexe und romantische Buchverfilmung

kino blog » Sneak Preview

Sneak Preview

Die Frau des Zeitreisenden: Komplexe und romantische Buchverfilmung

15. August 2009 | Von Sandra Weber

Die Frau des Zeitreisenden ist eine ansprechende, romantisch-tragische Verfilmung des Bestsellers von Audrey Niffenegger. Eric Bana und Rachel McAdams spielen ein Paar, das durch Zeitreisen vor komplexe Probleme gestellt wird.

Die Frau des Zeitreisenden

Die Frau des Zeitreisenden konfrontiert das Publikum mit einer eigenartigen Krankheit: Henry De Tamble (Eric Bana) leidet am Chrono-Syndrom, durch das er unkontrolliert durch Raum und Zeit springen muss. Es verschlägt ihn häufig an wichtige Orte seiner eigenen Lebenszeit und an einem solchen trifft er Claire (Rachel McAdams), die er später heiraten wird und die sein seltsames und tragisches Schicksal mit ihm gemeinsam übersteht.

Die Frau des Zeitreisenden nach dem Bestseller von Audrey Niffenegger

In Audrey Niffeneggers Buch ist das Reisen durch die Zeit eine Metapher für Distanz in Beziehungen und das Gefühl, trotz der Partnerschaft alleine zu sein. Der Film vom deutschen Regisseur Robert Schwentke („Flightplan“) schrammt immer kurz davor durch seine Special Effect zu sehr in der Science Fiction anzukommen und es ist vor allem den beiden Hauptdarstellern anzurechnen, dass der tiefere Gedanke hier nicht verloren geht.

Zeitreisen sind ein ausgesprochen komplexes Gebiet. Zu viele Faktoren müssen beachtet werden, damit die Geschichte gleichzeitig fesselnd und plausibel bleibt, paradoxe Situationen sind dabei vorprogrammiert. Wenn Henry beispielsweise von einem älteren Ich etwas lernt, stellt sich unweigerlich die Frage, von wem das ältere Ich die Fähigkeit erlernt hat, um sie weiterzugeben.

Romantik und Komplexität in der Buchverfilmung

Löcher in der Logik können den Spaß an der Story nehmen und bei einem dermaßen sensiblen Thema wie in „Die Frau des Zeitreisenden“ ist das fatal, denn während man sich über die Mechanismen des Zeitreisens Gedanken macht, kann man sich nicht mehr auf emotional auf die Charaktere einlassen. Doch davon lebt sowohl der Film als auch das Buch.

„Die Frau des Zeitreisenden“ ist ein Film, über den man entweder zu viel oder zu wenig sagen kann. Am Besten, man geht ab dem 17. September 2009 ins Kino und erlebt die tragische, komische und romantische Geschichte selbst.



 | 
 | 
 | 

Stichworte zu diesem Beitrag

Kommentar schreiben